Mittwoch, 22. Mai 2013

Man of Steel - 3ter Trailer



Lange her, dass ich mich so auf einen Film gefreut habe. Man of Steel sieht auch im dritten Trailer großartig aus. Da kommt Episches auf mich zu. Zack Snyder wird mich nicht enttäuschen.

Dienstag, 21. Mai 2013

Alan Wake – Resümee


Nach 11 Stunden sah ich den Abspann von Alan Wake über den Bildschirm flimmern. Auch wenn ich am Ende nicht vollends überzeugt war, so hat mich der Titel doch sehr gut unterhalten.

Die Passagen in denen man mit Wake durch den Wald rennt, wiederholen sich recht schnell. Glücklicherweise sind das immer nur Verbindungsstücke zu ansonsten abwechslungsreichen Schauplätzen. Sei es ein Schrottplatz, ein alter Minenstollen, eine heruntergekommene Farm oder ein Kraftwerk. Mit zunehmender Spielzeit nehmen die Actionpassagen zu. An einigen Stellen muss sich Wake, bevor er weiterkommt, gegen Wellen von Besessenen zur Wehr setzen. Diese Stellen sind manchmal recht knifflig. Das gilt auch für die Bosskämpfe.

In erster Linie haben mich bei Alan Wake die dichte Atmosphäre und großartige Inszenierung überzeugt. Auch wenn sich die Schockeffekte etwas abnutzen, so schafft es der Titel doch bis zum Schluss einem eine Gänsehaut über den Rücken zu jagen. Die Story wird toll präsentiert, da gibt es nix zu meckern. Bedauerlicherweise traf der Plot nicht ganz meinen Geschmack. Aber das kann ich dem Spiel nicht ernsthaft vorwerfen.

Technisch hatte ich gar nichts an Alan Wake auszusetzen. Tolle Grafik und Soundkulisse, für einen Konsolenport wirklich referenzwürdig. Andere Entwickler geben sich da nicht so viel Mühe.

Zugegeben, ich habe Alan Wake unterschätzt. Daher bin ich froh, dass ich den Titel nun doch noch durchgezockt habe.


vorhergehende Blog-Einträge zu Alan Wake:

Alan Wake - 2ter Versuch
Alan Wake - Frust in Stunde 2

Freitag, 17. Mai 2013

Iron Man 3 - Review

Ich werde im Folgenden nicht umhin kommen ein Stück weit zu spoilern. Also werden Film noch nicht gesehen hat, sollte vom Weiterlesen Abstand nehmen.


Nach den Ereignissen in New York (The Avengers) ist Tony Stark (Robert Downey jr.)  angeschlagen. Von Schlaflosigkeit und Panikattacken geplagt, baut er in seiner Werkstatt einen Iron Man Anzug nach dem anderen. Pepper Potts (Gwyneth Paltrow) führt derweil die Geschäfte von Stark Industries und bekommt von Aldrich Killian (Guy Pearce) das Angebot über eine Technologie namens Extremis, die Menschen mit Superkräften ausstatten kann.
Gleichzeitig trägt der Mandarin (Ben Kingsley) den Terror nach Amerika. Als bei einem Bombenanschlag Tonys Freund Happy (Jon Favreau) verletzt wird, will sich Tony dem Problem selbst annehmen. Doch der Mandarin ist ihm einen Schritt voraus und legt kurzerhand Tonys komplettes Anwesen in Schutt und Asche. Nun muss sich Tony ohne seine Rüstung durchschlagen um den Mandarin zur Strecke zu bringen.

Die Grundzutaten von Iron Man 3 stimmen. Action, die Regiearbeit von Shane Black und auch der etwas ernstere Ton geht für den dritten Teil der Superheldenverfilmung durchaus in Ordnung. Leider bedeutet mehr Ernst weniger Ironie seitens Stark, der gerade zu Beginn etwas verweichlicht wirkt. Der ironische Humor, der die beiden Vorgänger aus der Masse der Comicverfilmungen herausstechen ließ, geht leider ziemlich baden.

Was die Schreiberlinge aus dem Mandarin machen, dürfte für jeden Comicfan ein Schlag ins Gesicht gewesen sein. Da holen die Ben Kingsley, damit er Iron Man's Erzfeind mimt und dann machen die aus ihm eine Handpuppe von Aldrich Killian? Umgekehrt hätte ich das verstanden, aber so fand ich das sehr enttäuschend. Das wäre in etwa so, wie wenn Nolan den Joker als Marionette eines unbekannten Arkham Asylum Therapeuten interpretiert hätte. Das kann ich den Machern absolut nicht verzeihen.

Was mich beim Showdown von Iron Man 3 massiv störte, war das Kräfteverhältnis zwischen den Anzügen von Tony Stark und den mit Extremis ausgestatteten Soldaten. Mir ist schleierhaft, warum so viele der Anzüge so leicht zu zerstören sind. Kennt man die Vorgänger und vor allem The Avengers, fragt man sich, warum ein paar gedopte Soldaten Iron Man's Anzüge so einfach auseinanderreißen können? Damit man den hübschen Effekt des Ein- und Ausstiegs in den Anzug von Iron Man immer wieder wiederholen kann? Möglich, aber das nervte irgendwann auch.

Iron Man 3 ist kein schlechter Film. Unterhaltsames Popcorn-Kino. Leider führt er den Trend des direkten Vorgängers weiter. Die Qualität nahm von Teil eins sukzessive ab. Es reicht für einen unterhaltsamen Abend, als Kauf für meine Filmsammlung kommt Teil 3 allerdings nicht in Frage. Glücklicherweise sieht es nach dem Ende von Iron Man 3 auch danach aus, als ob man keinen vierten Teil mehr machen möchte. Das kann ich ehrlich nur begrüßen.


Max Brooks: World War Z

Wenn das Virus um sich greift und Zombies die Welt überrennen: ein Tatsachenbericht!

In seiner erschütternden Berichterstattung beschreibt der renommierte Zombie-Experte Max Brooks die größte Katastrophe der Menschheit seit den beiden Weltkriegen: den Krieg der Zombies gegen die Menschen. Ergebnis ist dieses umfassende Standardwerk. In zahlreichen Berichten, Tonbandmitschnitten von Überlebenden und Interviews mit Experten geht er den Ursachen auf den Grund, lässt Augenzeugen zu Wort kommen und gibt wertvolle Tipps zur Prävention und Verteidigung.

Aufmerksam geworden bin ich auf World War Z, wegen der gleichnamigen Verfilmung mit Brad Pitt, die demnächst in den Kinos anläuft. Lektüre in denen Zombies im Mittelpunkt stehen ist für mich absolut neu, daher ist World War Z sozusagen eine Premiere für mich. Ein gelungener erster Schritt in das Zombie-Genre. Max Brooks hat mich schon auf den ersten Seiten gepackt, so dass ich World War Z danach gar nicht mehr aus der Hand legen konnte. Packend geschrieben schildert er aus der Sicht verschiedenster Personen chronologisch den Beginn, den Verlauf und das Ende des World War Z. Dabei driftet er nur selten ins plakativ brutale ab, das meiste bleibt subtil und somit der Vorstellungskraft des Lesers überlassen. Die ganzen Ereignisse, vom Beginn der Seuche über die Gegenmaßnahmen die weltweit ergriffen werden, bis hin zur Kehrtwende kurz vor der Auslöschung der Menschheit bleibt Brooks auf beängstigend Art authentisch. Es hat nie den Anschein, als wäre das von ihm geschriebene Szenario unrealistisch.

Ich spreche World War Z in jedem Fall eine klare Empfehlung aus. Das Teil hat echt enormen Spaß gemacht.

Jetzt wo ich das Buch kenne, weiß ich, dass der Film sich offensichtlich nur grob an der Vorlage orientiert. Werde ihn mir aber trotzdem anschauen.



Sonntag, 12. Mai 2013

Mad Men: Staffel 2 - Review

Er benutzt Frauen wie Spielzeug und Wörter wie Waffe: In der turbulenten Welt der New Yorker Werbeagenturen verkauft keiner überzeugender als Don Draper. Nebenbei bleibt ihm genug Zeit, die Früchte der sexuellen Revolution zu genießen. Doch die Swinging Sixties halten für den geschäftstüchtigen Frauenschwarm und seine idyllische Vorstadtfamilie nicht nur erfreuliche Entwicklungen bereit.
Die erste Staffel von Mad Men schaffte es erst gegen Ende hin mich zu packen. Ich war gespannt wie es weitergehen würde und hoffte darauf, dass die Handlung in der zweiten Staffel etwas mehr Fahrt aufnimmt.

Die Handlung setzt sich einige Monate nach den Ereignissen der ersten Staffel fort. Man fragt sich was in der Zwischenzeit passiert ist. Bis man dazu Antworten erhält, dauert es wieder ein paar Episoden. Der rote Faden von Mad Men wird weiterhin in gemächlichem Tempo vorangetrieben. Das ist auch nicht weiter schlimm, denn abseits der Haupthandlung gibt es wieder viel zu sehen. Wenn die hervorragend portraitierten Charaktere sich mit Themen wie Homosexualität, Adoption, dem Tod von Marilyn Monroe oder der nuklearen Bedrohung durch die Sowjets auseinandersetzen müssen, ist man als Zuschauer fasziniert von der authentischen Herangehensweise der Serienmacher. Hier unterhält Mad Men weiterhin auf ganz hohem Niveau.

Ich hab beim Gucken häufig das Gefühl, mir würde historischer Background fehlen, um das volle Potential der Serie zu erfahren. Ich weiß zwar grob was über die amerikanische Geschichte der 60er und kann mir auch bei der zum Teils subtilen Anspielungen auf die damalige Zeit gut denken, warum einige Charaktere reagieren, wie sie es tun. Aber ich hab nicht in der Zeit und erst recht nicht in Amerika gelebt. Daher ist mir die Bedeutung solcher Figuren wie Peggy Olsen im Kontext der Historie wahrscheinlich nicht im vollem Umfang bewusst.

Leider wiederholt sich der Effekt der ersten Staffel. Es ist alles ganz nett, richtig interessant wird es erst in den letzten Folgen. Allerdings haben mich die Macher mit den Rückblicken zu Don Draper mehr verwirrt als aufgeklärt. So hat es mich am Ende nicht wirklich gepackt. Ob ich mir Staffel 3 irgendwann einmal zulege, würde ich aktuell nur mit einem "Vielleicht..." beantworten. Gibt momentan Dinge die mich mehr reizen. Trotzdem ist und bleibt Mad Men eine hervorragende Serie.