Freitag, 25. November 2011

Duke Nukem Forever – kurze Review


Ich muss bezüglich Duke Nukem Forever noch ein paar Zeilen loswerden. In Tests der Fachpresse ist der Duke im Grunde genommen durchgefallen. Einige Tester haben das Spiel mit der Nostalgiebrille auf der Nase bewertet und so kamen durchaus auch gute Wertungen zusammen. Fakt ist, der Duke ist nicht nur spielerisch ein Oldschool-Shooter, sondern vor allem auch technisch. Was die verschiedenen Entwickler, die an dem Spiel beteiligt waren, aus der Unreal-Engine geholt haben, muss man wirklich als Frechheit bezeichnen. Ich erinnere mich daran, an einem Abend aufgehört zu haben, weil mir auf Grund der Unschärfe in den Levels, wo man mit Dukes Monstertruck unterwegs ist, die Augen schmerzten. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Mir taten die Augen weh. Glücklicherweise blieb das ein Einzelfall. Trotzdem war die Grafik von vorgestern.

Das Gameplay befindet sich ebenfalls auf dem Entwicklungstand von vor 10 Jahren. Wenn nicht sogar mehr. Ballern, simple „Betätige Schalter X um Tür Y zu öffnen“-Spielereien, kleinere Rätsel, Bosskämpfe, Fahr- und Geschicklichkeitseinlagen. Keine Bombastinszenierung und Daueraction wie bei der Genrereferenz. Der Duke erinnerte mich häufig an die „gute alte Zeit“. Wenn man bei einer Geschicklichkeitseinlage den richtigen Sprung verpatzte, wenn Dukes Monstertruck sich in einem Brückenpfeiler verkeilte oder wenn man bei einem Rätsel zumindest kurz die grauen Zellen bemühen musste. Selbst die virtuellen Tode zeigten deutlich, hier handelt es sich um ein Spiel aus einer anderen Zeit. Während aktuelle Genrevertreter sich auf möglichst frustfreie Spielerlebnisse spezialisiert haben, bietet der Duke tatsächlich die ein oder andere fiese Stelle. Nie so frustrierend, dass man in seine Tastatur beißen möchte, aber wo man doch gefordert wurde. Was soll ich sagen? Mir hat es gefallen.

Das Salz in der Suppe ist dann der Duke selber. Seine vor Testosteron überquellenden Macho-Einzeiler haben mich herrlich unterhalten. Die ganze Welt, voll gepackt mit dem Konterfei des Duke, die Reaktionen der NPC’s, wenn man plötzlich auf der Bildfläche erscheint, all das ist so überzogen und selbstironisch, man kann gar nicht anders als darüber zumindest zu Schmunzeln.

Ich hoffe es gibt einen Nachfolger zu Duke Nukem Forever. Und das wir auf den nicht wieder so lange warten müssen.