Donnerstag, 3. November 2011

Limbo - Review

Es ist ewige Zeiten her, da fand ich einen Link, der mich zu bewegten Bildern von Limbo führte. Damals muss der Titel noch Alpha-Status gehabt haben. Es gab lediglich ein Video und ein paar Artworks auf der Seite. Ob es die Seite der Entwickler war, den Playdead Studios, weiß ich heute nicht mehr. Ich fand das gezeigte durchaus beeindruckend. Als ich sah, dass Limbo als Downloadtitel für XBox 360 und Playstation 3 erscheinen sollte, geriet der Titel in Vergessenheit. Bis Limbo plötzlich bei Steam auftauchte.



Limbo ist für mich ein Ausdruck von Minimalismus. Die Geschichte ist schnell erzählt: Ein unbekannter Junge wacht plötzlich in einer schauerlichen Schwarz-Weiß-Welt auf und muss seine Schwester finden. Die 2D-Grafik ist eine Abstimmung von Graustufen mit wenig Weiß, aber umso mehr Schwarz. Zur Steuerung werden nur die Pfeiltasten und die Strg-Taste benötigt. Man wandert durch eine gruselige Welt und muss sich in bester Jump & Run – Manier gefährlicher Fallen erwehren. Nicht immer ist der Lösungsweg vorhersehbar, ein wenig Trial & Error ist unvermeidbar.

Limbo fesselt dank seiner düsteren Atmosphäre und der einfachen Steuerung. Sprünge können punktgenau ausgeführt werden und auch wenn es mal schnell gehen muss, verrichtet die Steuerung gute Dienste. Bei einem zuerst für Konsolen entwickeltes Spiel, hatte ich das nicht erwartet. Die Todesanimationen sind derbe und lassen einen auch dank der subtilen Sounduntermalung heftig schlucken, wenn der kleine Junge gerade von einem Spinnenbein aufgespießt wurde. Der Umfang von Limbo ist recht kurz geraten, für die bezahlten 7 € gibt es für mich aber keinen Grund zu meckern.

Limbo ist ein stimmungsvoller Titel, den man sich nicht entgehen lassen sollte, sofern man mit dem Look was anfangen kann.